Der Kommissar fährt Velo

Stefan Gubser

Den bekannten Schweizer Schauspieler auf seine Rolle als Tatort – Kommissar zu reduzieren würde dem Schaffen dieses vielseitigen Künstlers und Menschen bei weitem nicht gerecht werden. Auch wenn Stefan mit dieser Rolle bei einem breiten Publikum bekannt wurde, hat er bis heute in über 25 Kinofilmen und 70 Fernsehproduktionen mitgewirkt. Seine erste internationale Filmerfahrung erhielt er – mit Bruno Ganz als Gegenpart – 1986 in dem Film «Rio de Oro».  Stefan Gubser ist aber nicht nur Schauspieler, er hat auch zwei erfolgreiche Theaterproduktionen produziert und darin auch die Hauptrollen gespielt. In den letzten Jahren hat Stefan Gubser vermehrt Produktionen mit klassischer Musik als Erzähler oder Sprecher realisiert. 2018 erfolgte sein erster Auftritt an der Zürcher Oper in der «Entführung aus dem Serail».

Zusammen mit seiner Tochter hat er ein Märchenbuch «Di gschtifelti Gans – Grimm-Märli und Schlafliedli zum Läse und Lose» realisiert.  Das Leben des Meisterfälschers Wolfgang Beltracchi brachte Stefan Gubser auf die Bühne und ist mit dem Stück «Unverfälscht» durch die Schweiz getourt.

Stefan spielt Golf, segelt als Skipper auf dem Meer und freut sich ob mehrtägigen Bergwanderungen. Sein neuestes Projekt ist die «Stiftung Yara». Er hatte die Idee, eine Stiftung und in der Folge die erste Kita für Kinder mit Beeinträchtigung in der Schweiz zu gründen. Zusammen mit dem Kinderarzt Dr. Remo Minder wird die «Kita Yara» als Pilotprojekt im Frühling 2026 in Zürich eröffnen. Kinder mit Beeinträchtigung, die bisher aufgrund ihres Gesundheitszustandes kaum Zugang zu Kitas hatten, finden hier erstmals Aufnahme.

Wir haben uns mit Stefan Gubser auch zu Velo-Themen unterhalten können.

Velomarkt: Was verbindet Dich mit Deinem Velo?

Stefan Gubser: Wie viele von uns, fuhr ich in der Kindheit Velo. Zur Firmung erhielt ich mein Traumvelo, nur war das leider zu gross, so dass das Velofahren für mich eine grosse Herausforderung bedeutete. Heute habe ich ein Mountain Bike und nehme mir immer wieder vor, öfter Velo zu fahren

VM: Bist Du ein überzeugter, regelmässiger Velofahrer?

SG: Ich muss gestehen, dass ich im Moment eher ein Gelegenheitsfahrer bin

VM: Fährst Du ein EBike oder ein normales Velo und wie erlebst Du den Unterschied?

SG: Ich fahre ein Mountain Bike ohne Motor und bin eigentlich ganz stolz auf meine Leistung. Natürlich kann ich mir neidische Blicke nicht verkneifen, wenn beim Bergauf-strampeln EBike-Fahrer locker an mir vorbeiziehen. Was mich aber nervt, sind die rücksichtslosen EBiker die mit grossem Tempo an einem vorbei rauschen. Gibt es dazu eigentlich Verletztenstatistiken?

VM: Wie lange fährst Du schon Velo, rsp. wie lange gedenkst Du noch Velo zu fahren?

SG: Ich fahre seit meiner Kindheit Velo und werde das sicher bis ins hohe Alter machen. Wenn ich in Davos bin, habe ich genügend Gelegenheit die Berge hinaufzufahren. Bei uns gibt es 83jährige Biker – da denke ich immer, das kann ich auch!

VM: Was denkst Du vom Velo als politisches Thema?

SG: Ich finde alle sollen einander leben lassen und miteinander und nicht gegeneinander den Verkehr meistern. Von Velodemos halt ich nichts, das blockiert nur den Verkehr und hat keine Wirkung.